Ambulante Ernährungsberatung
Ernährungsbedingte Erkrankungen sind auf dem Vormarsch. Über die Hälfte aller erwachsenen Deutschen leidet unter Übergewicht oder Fettleibigkeit, rund 15 Prozent aller Kinder und Jugendlichen sind zu dick.
Die Gründe dafür sind bekannt: Vor allem ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel lassen das Gewicht nach oben klettern. Das ist nicht nur ein ästhetisches Problem – denn Übergewicht führt zu Folgeerkrankungen wie Diabetes, Gicht oder Bluthochdruck.
In unserer ambulanten Ernährungsberatung unterstützen wir Menschen mit ernährungsbedingten Erkrankungen. Wir zeigen ihnen, wie sie durch eine Umstellung ihrer Ess- und Trinkgewohnheiten die Gesundheit nachhaltig verbessern können.
Vor allem beraten wir Patienten mit Fettstoffwechselstörungen, Gicht und entzündlichen rheumatischen Erkrankungen. Wir unterstützen Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) oder chronischen Erkrankungen der Dünndarmschleimhaut (Zöliakie) dabei, ihre Lebensqualität durch die richtige Ernährung nachhaltig zu verbessern.
Daneben helfen wir Patienten, die unter einer Laktose- oder Fructoseintoleranz leiden und bieten Menschen mit leichtem Übergewicht einen Abnehm-Kurs an.
Der erste Besuch
Am Anfang des ersten Besuchs in der ambulanten Ernährungsberatung steht ein persönliches Gespräch: Der Ernährungswissenschaftler geht gemeinsam mit dem Patienten den bisherigen Verlauf der ernährungsbedingten Erkrankung durch und spricht mit ihm über seine Ess-, Trink- und Lebensgewohnheiten.
Eine große Bedeutung kommt dabei Fragen nach der Lebens- und Arbeitssituation zu. Denn nur wenn das Ernährungskonzept zum individuellen Alltag des Patienten passt, hat es auch Aussicht auf Erfolg.
Zum Start einer Ernährungsberatung ist es wichtig, genau zu wissen, wie sich der tägliche Speiseplan zusammensetzt. Deshalb zeigt der Diplom Trophologe dem Patienten, wie er ein Ernährungsprotokoll führen kann. Das ist ein Tagebuch, in dem dieser eine Woche lang einträgt, was er täglich isst und trinkt.
Dieses Protokoll bildet die Grundlage für die Ernährungsberatung: Der Patient sollte genau aufschreiben, was er jeden Tag zu sich nimmt und auch an den Snack am Arbeitsplatz oder die Chips vor dem Fernseher denken. Nur so kann sich der Berater ein exaktes Bild des Ernährungsverhaltens machen und eventuelle Nährstoffmängel entdecken. Bei einem zweiten Termin wertet der Ernährungswissenschaftler das Protokoll gemeinsam mit dem Patienten aus und bespricht die weiteren Schritte.
Leiter der Ambulanz:

Diplom Ernährungswissenschaftler Gernot Enders
Ernährungsberater / DGE
Sprechzeiten Ernährungsberatung
nach Vereinbarung
Abnehm-Kurs
Termin nach Vorankündigung
Telefon:
036691 8-1831 / Handy: 0152 22893812

Beratung
Nach der Anamnese und der Auswertung des Protokolls entwickelt der Berater gemeinsam mit dem Patienten ein Ernährungskonzept, das auf seine Lebenssituation und seine Erkrankung abgestimmt ist. Außerdem unterstützt ihn der Ernährungswissenschaftler bei der praktischen Umsetzung der ernährungstherapeutischen Ziele: Gemeinsam mit ihm entwickelt er Strategien, wie er das neue Ess- und Trinkverhalten im Alltag umsetzen kann. Dabei geht es nicht nur um die Wahl der richtigen Lebensmittel und deren Zubereitung, sondern auch darum, Ernährungsfallen zu erkennen und zu umgehen.
Neben der persönlichen Beratung erhält der Patient auch Informationsmaterial und eine schriftliche Auswertung des Ernährungsprotokolls. So kann er die Ergebnisse zu Hause noch einmal in Ruhe durchgehen.
Unsere Beratung orientiert sich an den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin. Diese Organisationen erarbeiten Standards für die Therapie ernährungsbedingter Krankheiten. Dabei greifen sie auf die aktuellsten medizinischen Erkenntnisse zurück.
Unterlagen
Bei seinem ersten Besuch spricht der Berater mit dem Patienten über seine Erkrankung und seine Ernährungsgewohnheiten. Dieser kann sich auf das Gespräch vorbereiten, wenn er sich vorab Notizen zu seinem Ess- und Trinkverhalten macht.
Leider gibt es für die Ernährungsberatung keine einheitliche Regelung: Der Patient sollte vor seinem ersten Besuch abklären, wie seine Krankenkasse die Kostenabrechnung handhabt. Falls er von seinem Arzt eine „Ärztliche Zuweisung“ zur ambulanten Ernährungsberatung erhalten hat, kann er bei seiner Krankenkasse eine Bezuschussung beantragen. Braucht er darüber hinaus einen Antrag auf Bezuschussung, einen Kostenvoranschlag oder Qualifikationsnachweis, kann er sich gerne an uns wenden.
Anders als bei einer ärztlichen Untersuchung bezahlt der Patient bei einer Ernährungsberatung das Honorar zunächst selbst. Mit der „Ärztlichen Zuweisung“ und der Rechnung kann er im Anschluss die Bezuschussung bei seiner Krankenkasse beantragen.
