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Univ.-Prof.
Dr. med. habil.
Wolf Dietrich Arnold

Komm. Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

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Oberarzt Dr. med. Andreas Wagner
Oberarzt Dr. med. Andreas Wagner

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Rheumatologie, Handchirurgie, Spezielle Orthopädische Chirurgie, Physikalische Therapie und Chirotherapie.


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Knick-Platt-Fuß

Der Knick-Platt-Fuß bezeichnet eine Fehlstellung, bei der die Fersenachse gegenüber der Unterschenkelachse unter Belastung nach außen abknickt (Knickfuß). Gleichzeitig flacht sich das Fußgewölbe in unterschiedlichem Umfang ab (Senkfuß, Plattfuß).

Erwachsene, bei denen sich ein Knick-Plattfuß entwickelt, haben anfangs Schmerzen hinter dem Innenknöchel und dem inneren Fußrand. Ursache dafür ist eine Schädigung oder ein Versagen der Sehne des hinteren Schienbeinmuskels (Musculus tibialis posterior). Dies ist auch der Grund dafür, dass der Zehenspitzenstand erschwert oder sogar unmöglich ist. Später verändert sich die Fußform. Am Fußinnenrand können sich schmerzhafte Knochenvorsprünge entwickeln und es treten zunehmend Schmerzen an der Fußaußenseite auf.

Die konservative Behandlung besteht im Frühstadium in individuell angepassten stabilen Einlagen und gezielten physiotherapeutischen Maßnahmen. Allerdings sind diese Maßnahmen nicht geeignet, eine bereits vorhandene Fehlstellung zu korrigieren oder das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten. Deshalb ist es wichtig, sich mindestens alle drei Monate vom Orthopäden untersuchen zu lassen, um ein Fortschreiten der Deformität frühzeitig erkennen zu können.

Eine Stellungskorrektur des Fußes mit entsprechender Beschwerdelinderung ist nur durch operative Maßnahmen möglich. In einem frühen Stadium kann die erkrankte Sehne ersetzt werden (Sehnentransfer). Dieser Eingriff wird beim Erwachsenen immer mit einer Stellungskorrektur des Fersenbeins kombiniert.

In fortgeschrittenen Stadien müssen die in Fehlstellung befindlichen Gelenke des Rückfußes wieder in ihre ursprüngliche Position versetzt und in dieser Stellung versteift werden. Nach der Operation wird der Fuß für sechs bis zehn Wochen in einem Gipsverband oder einem speziellen Schuh ruhig gestellt. Für diese Zeit muss der Fuß geschont werden, der Patient sollte Gehstützen verwenden.

Danach kann er gemeinsam mit Physiotherapeuten den Fuß an zunehmende Belastungen gewöhnen. Zusätzliche orthopädische Maßnahmen wie Bettungseinlagen oder Maßschuhe unterstützen den Genesungsprozess.

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