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Univ.-Prof
Dr. med. habil.
Wolf Dietrich Arnold
Komm. Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie
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Oberarzt Dr. med. André Sachse
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Kinderorthopädie, Spezielle orthopädische Chirurgie, Chirotherapie
Morbus Perthes
Der Morbus Perthes ist eine orthopädische Kinderkrankheit, bei der der Hüftkopf zeitweilig nicht oder nur teilweise durchblutet ist.
Dadurch kann dieser absterben – der Knochen verformt sich, wird in der Regel aus dem Schutz der Hüftpfanne nach außen gedrückt und verknöchert in dieser Position. Die Kinder entwickeln durch die Asymmetrie im Hüftgelenk ein Schonhinken und leiden meist unter Knieschmerzen und Bewegungseinschränkungen.
Eine konservative Behandlung ist meist nicht erfolgreich. Deshalb raten Orthopäden zu einer Umstellungsoperation an der Hüfte, die den Hüftkopf tiefer in die Pfanne einstellt (Containment-Therapie).
Die Operation selbst dauert ca. 40 Minuten, nach ca. vier bis fünf Tagen lernen die Kinder mit Unterarmstützen zu laufen. Die Teilbelastung zur Schonung des Beines wird stufenweise erhöht bis nach acht bis zehn Wochen, je nach Alter des Kindes, zur Vollbelastung übergegangen werden kann. Danach können die Kinder alle Alltagstätigkeiten wieder verrichten, auch wenn der Morbus Perthes noch einige Zeit bis zur völligen Ausheilung benötigt. Allgemeiner Schul- oder gar Leistungssport kann erst nach zwei bis vier Jahren in vollem Umfang betrieben werden.
Aufgrund unserer Erfahrung an über 450 operierten Kindern in den letzten 15 Jahren und einer aufwendigen Nachuntersuchung im Rahmen einer Doktorarbeit ist die Containment-Therapie beim Auftreten des Morbus Perthes und dem Risiko einer dauerhaften Hüftgelenksdeformierung mit frühem Verschleiß empfehlenswert.
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