Kreuzbandriss
Der Kreuzbandriss gehört zu den häufigsten Sportverletzungen: Dabei reißen durch abrupte Drehbewegungen, Stürze oder Überstrecken des Kniegelenks eines oder beide Kreuzbänder, die das Kniegelenk stabilisieren. Unmittelbare Folgen sind oft starke Schmerzen, Blutergüsse und Schwellungen am Kniegelenk – die Bewegungsfähigkeit ist häufig eingeschränkt. Meist kommt es zu Begleitverletzungen.
Kreuzbandrisse sollten operativ behandelt werden. Gerade für junge, aktive Menschen ist ein Eingriff meist die beste Option: Ohne stabilisierendes Kreuzband kann es zu einem frühzeitigen Verschleiß der Knochenkorpel (Arthrose) kommen.
Das Standardverfahren zur Behandlung eines Kreuzbandrisses ist die Stabilisierung durch eine Kreuzbandplastik: Dabei pflanzen Chirurgen ein Stück körpereigene Sehne in das Knie ein – die Operation dauert ungefähr eine Stunde. Der Eingriff erfolgt über kleine Hautschnitte (minimal-invasiv), ist also für den Patienten sehr schonend.
Anschließend wird der Patient drei bis fünf Tage auf der Station versorgt – für vier Wochen ist eine Teilbelastung des Knies notwendig. Fast genauso wichtig wie die Operation ist die konsequente Nachbehandlung. Hier profitiert der Patient von der Erfahrung und Kompetenz unseres Physiotherapeuten-Teams.
Der Patient sollte in der Regel zwölf Monate keine Kontaktsportarten betreiben: Nach einem Jahr kann er meist wieder alle Sportarten ausführen. Weit umfangreicher und langwieriger ist die Behandlung der hinteren Kreuzbandruptur.
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